07.05.17

Kleiner Frühlings-Snack: gegrillter Spargel mit Bresaola auf geröstetem Brot und selbstgemachter Zitronenhollandaise




Kleine Snack-Pause, so könnte der Titel dieses Beitrages auch lauten, denn diese kleine, feine Stulle ist als Mittagssnack einfach perfekt geeignet. Gut ich gebe zu, eine selbstgemachte Sauce Hollandaise muss man jetzt nicht gerade in der Mittagspause zaubern, da greife ich gut und gerne auch auf eine fertige Soße von meiner Lieblingsmetzgerei zurück, aber wenn die Spargelzeit schon so schleppend anläuft, muss man jedes Spargelgericht auch ein wenig zelebrieren.

Egal ob grüner Spargel oder der zarte weiße Verwandte, auf dem Teller landet bei mir im Moment jede Variationsmöglichkeit. Habt ihr eigentlich einen Spargelfavoriten? Mögt ihr lieber den Grünen oder den Weißen?
Ich könnte mich ja ehrlich gesagt nicht entscheiden, den grünen Spargel nutze ich gerne für Snacks, Quiches, Pasta, den weißen ganz traditionell mit Pfannkuchen, Schinken, Schnitzelchen und Kartoffeln. In meinen letzten 3 Bloggerjahren habe ich schon so einige Spargelrezepte verbloggt und mir einige kreative Rezeptideen ausgedacht. Wenn ihr also noch ein wenig Inspiration benötigt kommt ihr mit einem Klick auf den Link zu meiner kleinen Spargelrezeptsammlung "Spargelrezepte".
Ich freue mich auch immer über eure Rezeptideen. Gerne könnt ihr mir unter dem Post einen Kommentar mit Eurem Lieblings-Spargelrezept hinterlassen. Vielleicht kommt bei mir das ein oder andere in dieser Spargelsaison noch auf den Teller.




Meine heutige Brotzeit ist eine Kombination, die absolutes Suchtpotential hat, da ist wirklich alles auf dem Teller vereint, was mir ein Lächeln ins Gesicht zaubert. Der Spargel wird in der Grillpfanne angeröstet, ebenso das Bauernbrot, der italienische Schinken gibt eine feine rauchige Note dazu, die warmen Cocktailtomaten verbreiten ein unglaublich süßes Aroma, der Parmesan ergänzt es perfekt durch seine salzige Käsenote und die Zitronen-Sauce Hollandaise umschließt alles mit einem cremigen Butteraroma. Den Teller hätte man ohne Probleme wieder in den Schrank stellen können, so blitze-blank habe ich ihn zurück gelassen. Sogar den letzten Rest Sauce Hollandaise konnten meinem Zeigefinge nicht entwischen :-)

Diese kleinen Dinge im Leben, das Auskosten von Geschmacksmomenten gibt mir jedes Mal einen kleinen Glückskick.

Also dann verschafft Euch auch euren persönlichen Glückskick und verwöhnt euch oder eure Lieben mit diesem Frühlings-Snack.



Für 2 Brotzeiten benötigt ihr:

2 Scheiben frisches Bauernbrot
10-12 Stangen Spargel
10 Scheiben Bresaola
6 Cocktailtomaten
Rapsöl
Parmesan
Salz und Pfeffer
1 Knoblauchzehe
Basilikumblättchen


Für die Zitronen-Hollandaise:

1 kleine Schalotte
100ml Zitronensaft

1 TL Honig
Abrieb einer Zitrone
125g Butter
2 Eigelbe

Salz und Pfeffer

1. Zuerst wird die Zitronen-Hollandaise zubereitet. Dafür wird die Schalotte geschält, sehr fein gewürfelt und mit dem Zitronensaft und dem Honig in einem kleinen Topf zum Köcheln gebracht. Den Sud bis auf die Hälfte einreduzieren lassen. In einem weiteren Topf die Butter langsam erwärmen bis sie anfängt zu schäumen.

2. Jetzt wird ein Wasserbad aufgesetzt. In eine Rührschüssel werden die 2 Eigelbe mit einer Prise Salz und dem Zitronensud schaumig aufgeschlagen. Wärmend ihr kräftig mit dem Schneebesen weiterschlägt wird tröpfchenweise die geschmolzene Butter hinzugegeben. Sobald die Sauce beginnt einzudicken, könnt ihr die Butter in einem dünnen Strahl hinzugießen. Die Sauce mit dem Abrieb einer Zitrone, Salz und Pfeffer abschmecken. Sollte sie euch zu sauer sein, könnt ihr gerne noch etwas Honig hinzugeben.

3. Eine Grillpfanne heiß werden lassen. Den Spargel waschen und das unteren Drittel  abschneiden. Das Brot in die Mitte der Pfanne legen und von beiden Seiten anrösten lassen. Den Spargel rechts und links dazu drapieren. Die Knoblauchzehe andrücken und ebenfalls in die Pfanne geben. Etwas Rapsöl über den Spargel träufeln, damit er leicht mariniert ist. Den Spargel ab und zu drehen mit Salz und Pfeffer würzen.

4. Sobald das Brot angeröstet ist, herausnehmen und mit der Knoblauchzehe einreiben. Erst kurz vor dem Anrichten, die Cocktailtomaten halbieren und ebenfalls in die Grillpfanne dazugeben.

5. Das Brot auf einem Teller legen, jeweils 5 Scheiben Bresaola darauf drapieren, den grünen Spargel und die Cocktailtomaten obendrauf legen. Die noch lauwarmen Sauce Hollandaise darüber geben und mit ein paar Parmesanhobel und Basilikumblättchen garnieren.

Happy Sunday!
Mareike ♥

09.04.17

Zitroniger Pistazienkuchen in Kastenform { ein Willkommensgruß an den Frühling }


Wenn die Vögel um die Wetter zwitschern, die Tage immer länger werden und die Natur zu explodieren scheint, da wird es Zeit auch Farbe auf den Teller zu bringen. Gelb und grün sind im Moment die vorherrschenden Farben in der Natur.

Der Frühling ist im vollen Gange, wir haben endlich wieder mehr als 20 Grad auf dem Thermometer und es beginnt die Zeit in der man ohne dicke Jacke und Schal morgens aus dem Haus kann.
Für mich ist der Frühling wie ein Elixier. Ich sprühe vor Lebensfreude, vor Energie und möchte am liebsten alles aufsaugen. Jedes Jahr ist es für mich aufs Neue ein kleines Wunder, wenn du Natur wie durch Zauberhand aus dem Tiefschlaf erwacht und alles zu blühen beginnt.
Die Mandelbäume mit ihren zarten rosaroten Blüten gefolgt von den Magnolienbäumen gaben den Startschuss für die Kirschblüten und für alle anderen Bäumchen, die momentan geradezu zu explodieren scheinen.





Wenn ich abends von der Arbeit nach Hause fahre, öffne ich immer an der gleichen Stelle das Fenster, wenn es durch den Wald geht und atme einmal ganz tief ein. Die laue Frühlingsluft parfümiert mit allerlei frisch gesprießtem Grün ist für mich einmalig.
Auch der Himmel hat für mich im Frühling eine ganz besondere Farbe. Vielleicht liegt es auch an dem lang andauernden grauen Wintertagen, aber mir kommt es vor, als strahlt der Himmel im Frühling in einem noch kräftigeren und reineren blau als in allen anderen Jahreszeiten, ganz ohne den heißen Dunst im Sommer oder den Hochnebelschwarten im Herbst.

Um den Frühling auch so richtig Willkommen zu heißen habe ich mich heute entschieden das saftige grün und gelb der Natur aufzunehmen und zwar in Form eines Pistazien-Zitronenkuchens in Kastenform. Das Rezept habe ich im neue Heft von Jamie Oliver entdeckt und ein klein wenig nach meinem Geschmack abgeändert. Die Pistazien werden mit feinem Olivenöl zu einer sämigen Paste gemixt und ergeben im Zusammenspiel mit der Zitrone eine perfekte Geschmackskombination, einfach Frühling eben.

Für den Kuchen in Kastenform (1l Füllmenge) benötigt ihr folgende Zutaten:
225g weiche Butter (und etwas mehr zum Einfetten der Backform)
225g Zucker

abgeriebene Schale von 2 Bio-Zitronen
4 Eier
225g Mehl

2 TL Backpulver
80g gesalzene und geschälte Pistazien
2 EL Olivenöl
Saft einer Zitrone

1 EL Milch

Für den Zitronenguss:
2-3 EL Zitronensaft
125-150g Puderzucker
50g gehackte Pistazien zum Garmieren
Die Zubereitung:
1. Den Ofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform (1L Füllmenge) dünn mit Butter einfetten, den Biden und die schmalen Ränder mit einem Streifen Packpapier in Formbreite auslegen.  

2. Die gesalzenen Pistazien in einen Mixer geben und sehr fein malen. Öl dazugeben und mixen, bis es eine dickliche, cremige Paste ergibt.3. 225g Butter, Zucker und den Zitronenabrieb in einer Rührschüssel 10 Minuten schön schaumig aufschlagen. Eier vorsichtig nach und nach dazugeben. Das Ei mind. 1/2 Minute unterrühren, bevor das nächste Ei reingegeben wird. Das Mehl mit dem Backpulver mischen und bei niedriger Geschwindigkeit unterrühren, bis sich alles verbunden hat.

4. Den Teig zu geleichen Teilen auf 2 Schüsseln verteilen. In eine Portion die Pistazienpaste, in die andere den Saft einer Zitrone und die 2 EL Milch geben. Jeweils gut unterrühren. Den Teig nun abwechselnd mit einer Kelle in die vorbereitete Form schichten.
Eine Gabel spiralförmig durch die Schichten ziehen, sodass ein leichte Marmormuster entsteht.

5. Den Kuchen im heißen Ofen 45Minuten backen - Stäbchenprobe machen. Wenn er noch nicht soweit ist, weitere 5-10Munten backen. In der Form 15 Minuten abkühlen lassen, dann auf ein Kuchengitter stürzen und vollständig erkalten lassen.

6. Für den Zuckerguss den Zitronensaft und erst einmal 125g Puderzucker zu einem glatten, dickflüssigen Guss verrühren. Er sollte sehr zähflüssig sein, damit er nicht vom Kuchen fließt. Falls die Mischung zu flüssig ist, einfach noch etwas mehr Puderzucker dazugeben. Den Guss auf dem Kuchen verteilen und bis zum Rand verstreichen, damit er ein wenig an den Seiten herunterläuft. Mit den gehackten Pistazien bestreuen.


Genießt den Sommertag heute, vielleicht sogar bei einer schönen Tasse Kaffee auf dem Balkönchen oder der Terrasse und einem Stück saftigen Pistazienkuchen.
Happy Sunday!
Mareike

19.03.17

Pastrami-Sandwich mit Thunfischmayonnaise





Es ist Stullenzeit auf PetitGâteau. Mein letztes Rezept zum Thema Stulle ist schon mehr als 1,5 Jahre her. Damals lagen zwischen zwei krossen Brotschieben gebackene Kürbisspalten, Feta und hausgemachte Paprika-Würzsoße *klick*. Ich kann mir überhaupt nicht erklären, warum ich dieses Thema so vernachlässig habe im letzten Jahr, gerade auch weil ich ein großer Fan von Stullen bin und diesen Snack, egal ob vegetarisch mit Fleisch oder Fisch, mit großem Genuss verspeise. :-)
Wie mögt ihr denn eure Stulle am liebsten? Experimentiert ihr auch gerne aus oder seid ihr eher ganz klassisch unterwegs und mit einer belegten Butterstulle glücklich?
Heute habe ich eine schnelle Variante für euch dabei. Leckeres Pastrami trifft auf asiatisch mariniertes Kraut und würzigen Rucola. Dazu gibt es eine Thunfischmayonnaise. Diese Stulle schreit danach als Snack zu einem kleinen Picknick mitgenommen zu werden.
Eigentlich ist Weißkraut ja nicht das typische Frühlingsgemüse, allerdings passt das süß-sauer marinierte Kraut perfekt zum senfig-würzigem Rucola. Diese Kombination zusammen mit dem leicht salzigen Pastrami ist der Hammer. Für mich geht diese Stulle absolut als Frühlingsrezept durch.



Apropos Frühling, ich freue mich tierisch auf das 1. Essen im Freien oder auf die 1. Grillparty mit Freunden. Der Frühling kommt ja im Moment eher schleppend in Gang. Nach ein paar Tagen Sonnenschein wird es am Wochenende wieder regnerischer und kälter. Eigentlich wollt ich meinen Balkon schon auf Vordermann bringen. Die Balkonmöbel gehören geölt und aufpoliert, und die Pflanzenüberbleibsel aus dem letzten Jahr müssen aussortiert werden. Meinem „Kräutergärtchen“ auf dem Balkon gehört auch eine Generalüberholung verpasst. Ich muss ja gestehen, dass ich diesen gerne über den Winter vernachlässige und eher sparsam mit Wasser umgehe. Auch die zwei kleinen Palmen machen keinen besonders guten Eindruck. Nur meinen geliebten Olivenbaum habe ich schon nach Draußen verfrachtet und einen Sommerschnitt verpasst. Jetzt warte ich sehnsüchtig darauf, dass er anfängt zu sprießen und ich sich die ersten Blättchen zeigen. Über den Winter hat er ganz schon Federn gelassen und durch den Sommerschnitt sind fast keine Blätter mehr übrig geblieben. Naja, mal schauen, wie er sich macht, er hat auch schon den ersten Schwung an Dünger bekommen.



Jetzt aber wieder zurück zum Rezept. Für 4 Sandwichs benötigt ihr:
1 Ciabatta-Baguette
1 Buffalo-Mozzarella
300g Pastrami
150g Weißkraut
100g Reisessig
75g Zucker
½ EL Meersalz
50g Rucola
Olivenöl
Ein wenig Basilikum

3 EL Mayonnaise (selbstgemacht oder convenience)
1 Dose Thunfisch
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

1. Das Sauerkraut muss ca. 1 Stunde im Sud marinieren. Daher beginnen wir damit. Gerne kann dieser Arbeitsschritt kann auch schon am Vortag gemacht werden. Das Kraut einfach im Kühlschrank über Nacht durchziehen lassen und vor dem Zusammenstellen ca. 1/2 Stunde aus dem Kühlschrank nehmen, damit das Kraut nicht ganz so kalt ist.

Das Kraut wird mit einem Hobel in sehr dünne Streifen gehobelt. Ich habe es mit einem Messer in dünne Streifen geschnitten, funktioniert ebenfalls sehr gut. In einem Topf den Zucker und den Reisessig mit 1/2 TL Salz erhitzen, bis sich der Zucker gelöst hat. Dann das Kaut dazugeben und unterrühren. Den Topf vom Herd nehmen und abdecken. Das Kraut sollte nun mind. 1 Stunde im Sud ziehen, danach abgießen.

2. Den Thunfisch in einem Sieb abtropfen lassen. Mayonnaise und Thunfisch in einem hohen Gefäß geben und mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer würzen.

3. Ciabatta in 4 gleichgroße Stücke schneiden und jeweils längs halbieren. Eine Grillpfanne ohne Fett sehr heiß werden lassen und das Brot mit der Schnittfläche nach unten ca. 1 Minute stark anrösten.

3. Jetzt wird das ganze zusammengestellt. Auf alle Ciabatta-Hälften Thunfisch Mayonnaise streichen. Dann auf die unter Hälfte zuerst Rucola, dann Pastrami und zum Schluss das eingelegte Kraut schichten. Mit der oberen Ciabatta-Hälfte abschließen. Den Mozzarella zusammen mit den Sandwichs anrichten, mit Olivenöl beträufeln, leicht salzen und pfeffern und mit den Basilikumblättchen garnieren. 


Happy Sandwich-Sunday!
Mareike ♥

28.02.17

Pancakes mit Feigenkompott und lauwarmer Vanillesoße






Anscheinend ist der Februar für mich der perfekte Monat für besondere Frühstücksrezepte. Vor zwei Wochen habe ich hier köstliche, locker leichte Berliner/Donuts mit Schoko-Nussfüllung gepostet. Heute geht das Frühstücksglück weiter und zwar mit Pancakes mit Vanillesoße und Feigenkompott.

Aber nicht nur zum Frühstück schmecken diese kleinen luftigen Kissen himmlisch, sondern auch als kleiner Boost gegen das Nachmittagstief sind sie perfekt geeignet. Was ich an Pancakes so liebe ist die Einfachheit, die Schnelligkeit und natürlich die Kombinationsvielfalt. Der Teig ist in 5 Minuten fertig. Alles wird zusammen in eine Schüssel gegeben und verrührt.
Egal ob mit Schokodrops verfeinert, mit frischen Beeren und Früchten garniert, mit Kokosraspel, Pistazien oder Nüsse bestreut, tief in Karamellsoße getaucht oder ganz klassisch mit Ahornsirup begossen, jede Variante hat ihren Reiz und ich könnte mich nicht entscheiden, welche mir am besten schmeckt.

Ruckzuck ist der Teig in der Pfanne, backt und bräunt vor sich hin und versprüht dabei einen Duft, den  jeden Langschläfer aus den Federn lockt. Wenn dann noch der frisch gebrühter Kaffee auf dem Tisch steht und die Sonne durch das Fenster ins Esszimmer blinzelt, ist mein persönliches Frühstücksglück perfekt. Ach herrje, beim Schreiben dieses Posts, läuft mir gerade das Wasser im Mund zusammen und ich bekomme unglaubliche Lust auf Pancakes, jetzt habe ich den Salat. :-)



Dieses Mal habe ich mich dazu entschieden, einen leckeren Kompott aus reifen Feigen und einer cremigen Vanillesoße zu kombinieren. In einen meiner früheren Beiträge gab es die Pancakes auch schon einmal mit Orangencurd und Granatapfelkernen *klick* oder mit Nüssen und Karamellsoße *klick*. Ihr seht also, ich bin den kleinen Pfannkuchen etwas verfallen.

Das Feigenkompott wird mit Quittengelee verfeinert (man kann natürlich auch jedes andere Gelee verwenden, je nach Geschmack). Durch das Gelee spart man sich unglaublich viel Zeit, denn dadurch verwandeln sich die karamellisierten Feigen in der Pfanne im Handumdrehen zu einem süßen Kompott, ohne dass man lange den Kochlöffel schwingen muss.


Für ca. 12 Pancakes (3-4 Personen) benötigt ihr:

200 g Mehl
1 Prise Salz
1 Päckchen Packpulver
2 Eier
200 ml Milch
50 g Joghurt
50 g Butter
Butter zum Braten


Feigenkompott:
1 TL Butter
8 Feigen
3-4 EL Gittengelee
3 EL Vanillezucker
Etwas Zitronensaft und Zitronenabrieb

Vanillesoße:
1 Vanilleschote
3 Eigelbe
300 ml Milch
3 EL Zucker


Die Zubereitung:

1. Die Vanilleschote halbieren, das Mark herauskratzen und mit der Milch in einen Topf erhitzen.
Die Milch kurz aufkochen lassen und dann von der Platte nehmen, damit sich wieder leicht abkühlen kann. Währenddessen die Eigelbe mit dem Zucker schaumig aufschlagen, die Farbe verändert sich dabei merklich und die Masse wird cremig. Die Zucker-Ei-Masse langsam in die leicht abgekühlte Milch einrühren. Dabei kräftig mit dem Schneebesen die Milch verrühren und wieder auf den Herd stellen. Die Hitze wieder erhöhen und die Mischung unter ständigem Rühren so lange erhitzen, bis ein „Blubb“ entsteht. Dann hat sie die perfekte Konsistenz und sie ist leicht angedickt. Sofort von der Herdplatte nehmen und in einer Schüssel auskühlen lassen. Ab und zu umrühren, damit sich keine Haut bildet.

2. Alle Zutaten für die Pancakes in eine Schüssel geben, mit dem Rührgerät glatt rühren und kurz bei Seite stellen.

3. Zwei Pfannen auf den Herd stellen. In die eine Pfanne etwas Butter geben und jeweils einen kleinen Schöpfkelle voll hineingeben und von beiden Seiten 1 Minute backen. Darauf achten, dass die Pfanne nicht zu heißt ist, sodass die Pancakes nicht verbrennen. Die fertigen Pancakes im leicht angeheizten Ofen auf ein Blech legen, damit sie nicht zu stark auskühlen.

4. Für die andere Pfanne, die Feigen waschen und vierteln. Etwas Butter in die Pfanne geben und die Feigen hineingeben. Mit dem Vanillezucker bestreuen. Die Feigen leicht karamellisieren lassen. Anschließend das Gelee dazugeben und vorsichtig umrühren. Das Kompott 2 Minuten leicht köcheln lassen. Mit etwas Zitronensaft und Zitronenabrieb abschmecken.

5. Die Pancakes aus dem Ofen nehmen, jeweils 3-4 auf dem Teller anrichten, Das Kompott darauf verteilen und mit der lauwarmen Vanillesoße servieren.



Zum Schluss lüfte ich noch mein ganz persönliches kleines Geheimnis, denn ich muss euch jetzt wirklich mal etwas gestehen. Diese Vanillesoße, die sich hier so gekonnt über die Pancakes ergießt, ist die erste, die ich wirklich selbst gemacht habe. Kaum zu glauben aber war.

In meiner Kindheit war immer meine Oma zuständig für die süßen Leckereien. Sie hat für mich den besten Kirschauflauf mit Vanillesoße gezaubert. Glücklicherweise hat Sie mir ihr Geheimrezept verraten. Somit kann ich es mit euch teilen und jederzeit nach Herzenslust Vanillesoße schlürfen.


Einen zuckersüßen und konfettireichen Rosenmontag
Mareike ♥

04.02.17

Himmlisch locker-leichte Berliner, Krapfen, Faschingsküchle, Donuts – gefüllt mit einer Schoko-Nuss-Nougat-Creme zum Dahinschmelzen



Ihr Lieben, ich muss euch gestehen, ich habe es wieder getan. Fast 2 Jahre hat es gedauert, bis das Verlangen nach einem luftig lockere ausgebackenem Hefeteig, der in Zucker gewälzt wird und mit jedem Lieblingsinhalt gefüllt werden kann, einfach zu groß geworden ist.
Es wurde also wieder Zeit, den Topf mit heißem Öl aufzustellen, dem Teig dabei zuzusehen, wie er in der Schüssel minütlich in die Höhe steigt, kleine Kreise aus dem ausgerollten Hefeteig auszustechen, und diese vorsichtig in heißem Fett auszubacken.  Der Duft, der einem dabei in die Nase steigt ist einmalig. Ich muss mich wirklich jedes Mal zusammen nehmen, dass ich die Berliner nicht direkt nach dem heißen Ölbad vernasche. Leicht verbrannte Finger sind dabei nämlich garantiert.
Ich frühstücke ja am Wochenende meist sehr ausgiebig und herzhaft, das haben die meisten bestimmt schon mitbekommen. Ich bin ja ein absoluter Frühstücksfan. Den Tag mit einer ausgewogenen Mahlzeit zu beginnen ist für mich einfach selbstverständlich. Für das Frühstück bei der Arbeit unter der Woche gibt es dann meist selbstgemachtes Granola mit Obst und Joghurt, das ich mir in meine liebgewonnenen Gläser von Lieblingsglas schichte. Perfekt zum Vorbereiten und zum Transportieren. Alles bleibt frisch durch den luftdichten Drehverschluss.





Am Wochenende selbst gibt es dann meist frische Brötchen, Wurst, Käse, Obst und Joghurt. Und ab und zu, auch frisch gebackenen Kuchen, Pancakes, Waffeln, Brioche oder was mir sonst so zwischen die Finger kommt. Um direkt morgens frisch ein leckeres Hefegebäck auf den Tisch zu stellen, benötigt es schon einiges an Vorbereitung, alleine die Gehzeit des Hefeteiges kann schon mal bis 90 Minuten  dauern. Damit man am Sonntagmorgen ein paar Stündchen länger schlafen kann, bereite ich den Hefeteig meist schon am Abend zuvor zu und er kann dann in aller Ruhe im Kühlschrank über Nacht aufgehen. Lange Zeit habe ich mich davor ja gesträubt und war der Meinung, dass der Teig im Kühlschrank nicht so luftig wird, wie wenn er an einem warmen Ort aufgehen darf, aber ich wurde eines besseren belehrt. Es ist einfach genial und eine unglaubliche Zeitersparnis. Wenn ihr es noch nicht selbst getestet habt, wir es aller höchste Zeit.
So gab es an einem Sonntagmorgen im Januar frisch gebackene Frühstücksdonuts mit einer Schoko-Nuss-Nougat-Creme. Auf meinem Instagram-Account habe ich ein paar meiner Leser auch schon etwas neidisch gemacht mit meiner kleinen Istastory und einem Bild der gefüllten Prachtstücke :-). Man muss ja schließlich zeigen, was man am Wochenende in der Küche so treibt, oder nicht?





Für 12 Berliner/Donuts/Krapfen etc. benötigt ihr folgende Zutaten:

600 g Mehl
100 g Zucker
200 ml Milch
1 Würfel frische Hefe
1 Prise Salz
50 g flüssige Butter
2 Eier
Zucker zum Wälzen
2-3 EL gehackte und geröstete Haselnusskerne
1 – 1,5 l Öl zum Frittieren

Für die Füllung:

150 ml Sahne
100 g Nuss-Nougat
50 g Zartbitterschokolade
150 g Frischkäse

Die Zubereitung
1. Die Milch in einem Topf leicht erwärmen, eine Prise Zucker hinzugeben und den Würfel Hefe hineinbröseln. Mit einem Schneebesen alles verrühren und zugedeckt mind. 10 Minuten stehen lassen.



2. Das Mehl in eine Rührschüssel sieben und den Zucker und die Prise Salz untermengen. Die Eier verquirlen und zusammen mit der Butter ebenfalls dazugeben. Zum Schluss die Hefe-Milchmischung in die Schüssel geben und mit dem Knethaken alles zu einem glatte Teig kneten. Sobald er sich von der Rührschüssel löst aus der Schüssel nehmen, nochmals kurz mit den Händen kräftig durchkneten, zu einer Kugel formen und abgedeckt in der Schüssel an einem warmen Ort mind. 90 Minuten gehen lassen.
! Oder wie oben schon beschrieben, den Teig einfach gut abgedeckt, am besten mit Folie, über Nacht in den Kühlschrank stellen und am Morgen danach weiter verarbeiten.

3. Den Teig nach der Gehzeit auf einer bemehlten Arbeitsfläche 1 bis 1,5 cm dick ausrollen und mit einem runden Ausstecher oder Glas vorsichtig Kreise ausstechen. Ich habe dazu auch ein Glas mit von 5-7cm Ø genommen. Die Teiglinge nochmals auf bemehlter Fläche 30 Minuten gehen lassen.

4. In der Zeit kann das Öl in einem hohen Topf bereits auf 175° Grad erhitzt werden. ACHTUNG: Ist das Öl zu heiß, verbrennen die Berliner außen und sind innen noch roh (genauso ist es mir passiert). Ihr könnt die Temperatur entweder mit einem Zuckerthermometer kontrollieren oder ihr nutzt dazu einen Holzlöffel. Sobald sich kleine Blasen am Stiel bilden, wenn ihr ihn in das Öl taucht, ist es heiß genug zum Frittieren. Während dem Frittieren gerne auch immer wieder die Temperatur kontrollieren und gegebenenfalls die Hitze runter oder hochregulieren.

5. Mit einer Schöpfkelle (!Achtung Verbrennungsgefahr!) vorsichtig die Teillinge in das heiße Fett legen und von jeder Seite ca. 3-4 Minuten goldbraun ausbacken. Der flache Teigling wölbt sich im heißen Fett nach außen, sodass er nach dem Frittieren schön rund ist. Nach dem Ausbacken die Berliner auf einem Küchenpapier abtropfen lassen und direkt in Zucker und den Haselnusskernen wälzen.

6. Während die Berliner auskühlen, die Schokolade zusammen mit dem Nougat über dem Wasserbad schmelzen und leicht abkühlen lassen. Die Sahne steif schlagen. Den Frischkäse in einer Schüssel glatt rühren und die Schokoladen-Nougat-Creme unterrühren. Vorsichtig die geschlagen Sahne untermengen, sodass eine geschmeidige Creme entsteht. Eventuell diese nochmals kurz in den Kühlschrank stellen, damit die Masse etwas fester wird. Anschließend mit einer spitzen Spritztülle die Masse von der Seite mittig in die Berliner spritzen.


Ein zuckersüßes Wochenende!

Mareike ♥

20.01.17

Karotten-Linsen-Suppen mit Korianderpesto und Brotchips {Mein Gast-Beitrag für einen Bloggeburtstag, der mir sehr am Herzen liegt}




Ich freue mich sehr, auch dieses Jahr wieder bei der Birthday-Blogger-Parade der lieben Mädels vom Blog Foodistas dabei sein zu dürfen. Jeden Tag darf ein anderer Blogger ein Rezept zum Bloggeburtstag beisteuern. Eine kleine Ehre für mich dabei sein zu dürfen. Ich musste nicht lange überlegen, als ich die Mail vor ein paar Wochen in meinem Posteingang hatte. Der Blog der lieben Geschwister lese ich bereits seit der 1. Stunde. In den zwei Jahren ist eine wunderbare Bloggerfreundschaft entstanden, die wir hoffentlich dieses Jahr endlich mal zu einer realen Freundschaft ausbauen können. Denn wie es immer so ist, man nimmt sich immer viel vor im Laufe eines Jahres, aber bisher konnten wir es leider nicht realisieren uns einmal persönlich zu treffen.
Der Blog Foodistas wird mit sehr viel Liebe und Authentizität geführt. Die Rezepte haben immer eine Saisonalität und werden immer zu einem vorab definierten Thema zusammengestellt. Genauso liebe ich es und es macht unglaublich viel Spaß die Beiträge dazu zu lesen.





Für diesen besonderen Anlass habe ich mir natürlich auch etwas Spezielles ausgedacht. Nach den langen Feiertagen, an denen wir alle kräftig geschlemmt und über die Stränge geschlagen haben, gibt es bei mir heute eine vegetarische, leicht asiatisch angehauchte Suppe mit einer breiten Aromavielfalt, die gleichzeitig durch die eingesetzten Gewürze den Stoffwechsel ankurbeln. Die zerstoßenen Koriandersamen und Kreuzkümmelsamen beispielweise, die in die Suppe gehören, wirken appetitanregend, verdauungsfördernd und krampflösend. Das enthaltenen Capsaicin in den verwendeten Chiliflocken ist nicht nur ein Scharfmacher sondern hat gleichzeitigt eine antioxidative und entzündungshemmende Wirkung. Karotten und Linsen enthalten Unmengen an Vitaminen und Ballaststoffe. Wie ihr seht ist diese Suppe rundum gesund und bringt den Stoffwechsel so richtig in Schwung, genau richtig zum Start ins neue Jahr.
Am Abend vorbereitet ist sie auch perfekt für die Mittagspause geeignet. Sie wärmt von Innen an walten Tagen und gibt neue Kraft und Energie. Gerade im Januar fühlen sich viele schlapp und müde. Die Tage sind meist grau in grau, die Sonnen kommt nur wenig zum Vorschein, da brauch man also einen Seelenwärmer, der die grauen Tage etwas aufhellt.


Für ca. 4 Portionen benötigt Ihr folgende Zutaten:

2 EL Olivenöl
1 klein geschnittene Zwiebel
500 g klein geschnittene Karotten
100 g rote Linsen
2 TL Kreuzkümmelsamen
2 TL Koriandersamen
1 Prise getrocknete Chiliflocken
750ml Gemüsebrühe
200ml Sahne
einige frische Korianderblätter
ein Spritzer Limettensaft

Für das Pesto
1 Hand voll frische Korianderblätter
1 kleine Knoblauchzehe
2 TL geröstete und gesalzene Pistazien
1 TL Limettensaft
1 Prise grobes Meersalz
60ml Olivenöl

Für die Brotchips
1 Brötchen
etwas Olivenöl
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

1.  Das Olivenöl bei mittlerer Hitze im Topf erwärmen. Zwiebeln und Karotten darin ca. 10 Minuten andünsten. Die Kreuzkümmelsamen, den Koriandersamen und die Chiliflocken mit dem Mörser kurz zerstoßen, mit in den Topf geben und gut vermengen. Die Linsen und die Gemüsebrühe hinzugeben und aufkochen lassen. Für 35 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen.
2. In der Zwischenzeit das Korianderpesto zubereiten. Den Koriander, die Pistazien und den Knoblauch fein hacken. In einem Mörser zusammen mit dem Meersalz, den Limettensaft und Olivenöl zu einer glatten Masse zerstoßen.
3. Die Suppe mit einem Pürierstab bis zu der gewünschten Konsistenz pürieren und eventuell mit etwas Wasser verdünnen. Die Sahne hinzufügen und nochmals kurz aufkochen lassen. Mit Salz, Pfeffer und etwas Limettensaft abschmecken.
4. Für die Brotchips, das Brötchen in dünne Scheiben schneiden. Eine Pfanne heiß werden lassen, die Brotscheiben hinzugeben und ein wenig Olivenöl, sowie etwas Salz und Pfeffer hinzugeben. Die Brotscheiben anrösten, wenden und von der anderen Seite ebenfalls leicht kross werden lassen. Die Brotscheiben aus der Pfanne nehmen und auf ein Krepppapier geben.
5. Die Suppe auf Teller anrichten, die Brotchips grob zerbrechen, ebenfalls in die Suppe geben und anschließend mit dem Korianderpesto und einigen Korianderblätter garnieren. 


Alles Liebe

Mareike