25.09.16

Riesen-Zimtschnecke mit Apfel-Rosinen-Füllung und Amaretto-Glasur






Wer von Euch hat Lust auf eine Riesen-Zimtschnecke, gefüllt mit Apfel-Zimt-Kompott und glasiert mit einem Amaretto-Guss? Ich wusste doch, dass hier noch einige Schleckermäuler auf Ihre Gelegenheit lauern :-)
Genau diese Lust auf etwas Süßes, hat mich am vergangen Sonntag auch gepackt. Es war der 1. Herbsttag an dem es so richtig schmuddelig war. Der Regen rieselte den ganzen Tag gegen die Fensterscheiben und die Temperaturen stiegen nicht weiter als 17 Grad. Ich war sogar kurz davor unseren Schwedenofen zur Eröffnung der Herbstsaison anzufeuern. Aber ich habe mich dann doch besinnt und mir einfach ein paar warme Socken angezogen. Ist ja auch kein Wunder, dass man fröstelt, wenn man es gewohnt ist den ganzen Sommer über Barfuß zu laufen.

Es war also der perfekte Tag, um es sich in der Küche vor dem Herd so richtig schön gemütlich zu machen, den Hefeteig im Rhythmus der Lieblingsmusik zu kneten, sich die Mehlhände an der Küchenschütze abzustreifen und nicht nur dem Apfelkompott sondern auch sich selbst beim Zubereiten einen Schlückchen Amaretto zu gönnen. Die Ruhephase des Teiges wurde anschließend für eine kleine Kaffeepause genutzt.

Nach einem Samstag in einem überfluteten IKEA war das auch dringend notwendig. Eigentlich waren wir recht pünktlich dort, so gegen 10.10 Uhr, aber ich sage Euch, es war die reinste Tortur. Ich kam mir vor wie eine Sardine in der Dose, die von einem Gang in den nächsten geschoben wurde. Ein Ausweichen oder das Einschlagen einer anderen Richtung war schier unmöglich, man ist einfach mit geschwommen im Sorg der Masse und hat versucht die Dinge, die man auf dem Zettel hatte so schnell wie möglich abzuhaken. Aber wie das immer so ist mit Einkaufszetteln und guten Vorsätzen. Ich vergleiche den Einkauf bei IKEA immer gerne mit einem Einkauf mit Magenknurren in einem Lebensmittelladen. Man kann sich einfach nicht beherrschen und greif bei allem zu, dass einem in die Finger kommt, egal ob notwendig oder nicht. Der Einkaufswagen füllt sich schneller als man Kasse sagen kann und eher man sich versieht zieht man den 2. und 3. Wagen hinter sich her… alles schon passiert.




Also standen wir (meine Schwester und ich) mit 2 bis oben hin gefüllten Einkaufswägen vor meinem Mazda. Mein Auto ist nicht unbedingt ein Kleinwagen, aber ein Transporter auch nicht gerade, vermutlich hatten wir das etwas verdrängt, während unserer Shopping-Tour.  Wir stopften, ja  richtig gehört, stopften mein Auto bis oben hin voll mit Kartons, Möbeln, Porzellan und Dekoartikel. Die Rückbank wurde teilweise umgelegt, der Beifahrersitz und der übrig gebliebene Rücksitz als Ablagefläche missbraucht. Zeitweise haben wir sogar die Möglichkeit in Betracht gezogen, etwas zurück zu lassen, da wir nicht davon ausgingen, 2 Personen und alle unsere Einkäufe in mein Auto zu bekommen. Die Wahl fiel auf meine Schwester ;-). Aber wir haben es dann doch geschafft, mit viel Mühe und Not, aber wir waren erfolgreich, in jeglicher Hinsicht. Den Respekt dieser Meisterleistung erhielten wir sogar noch direkt auf dem Parkplatz, als ein Mann mit großen Augen vor meinem Auto stand, lächelnd applaudierte und fragte, wie wir das nur geschafft hätten.  Das fragte ich mich im Nachhinein allerdings auch.




Wer also auch eine zehrende Shopping-Tour verkraften muss, für den und natürlich für alle anderen gibt es hier nun das Rezept für meine saftige, gefüllte Riesenzimtschnecke:


Die Zutaten sind ausreichend für eine 26cm Springform
(unbedingt den Rand mit einem breiten Streifen Backpapier erhöhen, da der Hefeteig sonst eventuell über die Form hinaus läuft.)


500 g Mehl
1 Würfel frische Hefe
250 ml Milch
70 g Zucker
1 Ei
1 EL Vanillezucker
250 g flüssige Butter
Eine Prise Salz

3 Äpfel
3 EL Zucker
100 ml Apfelsaft
8cl Amaretto
1EL Zimt
1 Hand voll Rosinen
200 g Puderzucker

1. Die Milch in einem Topf lauwarm erhitzen. Den Hefewürfel hineinbröseln und einen Esslöffel Zucker dazugeben. Die Milch-Hefe-Mischung etwa 10 Minuten gehen lassen. Das Mehl sieben, den restlichen Zucker, den Vanillezucker und die Prise Salz in einer Rührschüssel vermengen. Die Milch-Hefe-Mischung dazugeben und mit den Knethaken alles vermengen. Anschließend 100 ml flüssige Butter und das Ei dazugeben. Den Teig ca. 10 Minuten kneten, bis er sich vom Rand löst und glatt und geschmeidig wird. Sollte der Teig zu flüssig sein, ein wenig mehr Mehl mit einarbeiten. Dabei sehr vorsichtig vorgehen. der Teig sollte nicht zu fest werden.

2. Die Schüssel abdecken und den Teig mind. 1 Stunde an einem warmen Orte gehen lassen, dabei sollte er sich verdoppeln. In der Zwischenzeit die Äpfel schälen, entkernen und in grobe Würfel schneiden. In einem Topf Zucker karamellisieren lassen mit  Apfelsaft und 2 cl Amaretto ablöschen. Die Äpfel und den Zimt dazugeben und alles 15-20 Minuten einköcheln lassen, bis ein leichtes Apfelkompott entsteht. 5 Minuten vor Ende des Kochvorgangs die Rosinen dazugeben und unterrühren.

3. Den Teig aus der Schüssel holen, auf einer bemehlten Arbeitsfläche nochmals durchkneten und mit einem Nudelholz rechteckig ausrollen. Der Teig sollte ca. 0,5-1,0 cm hoch sein. Den Teig längs in 5 gleichdicke , lange Streifen schneiden. Die Apfel-Rosinenmischung gleichmäßig auf den 5 Streifen verteilen. Den 1. Streifen vorsichtig der länge nach aufrollen. Die Schnecke auf den 2. Streifen legen und direkt weiterrollen. Wenn die Schnecke noch nicht zu groß ist auch den 3. Streifen aufrollen.
Die Zimtschnecke dann in eine gebutterte 26cm runde Backform geben. Diese mit Backpapierstreifen auskleiden, damit der Rand höher wird. Jetzt den 4. und 5 Streifen vorsichtig um die Schnecke legen. Die herausgefallenen Apfelstücke einfach wieder hineindrücken.

4. Die Riesenzimtschnecke nun abgedeckt nochmals 30 Minuten gehen lassen, dabei breitet sie sich auf die ganze Größe der Backform aus und wird auch nochmals etwas höher. Den Ofen auf 180 Grad Ober-/Unterhitze vorheizen

5. Zum Abschluss wird die restliche zerlassene Butter mit einem Löffel über die Schnecke gegeben, bevor sie in den Ofen wandert, damit wird sie unglaublich saftig. Die Zimtschnecke ca. 35 Minuten gold braun backen. Stäbchenprobe machen und herausholen. Den Kuchen in der Form abkühlen lassen. Für die Amaretto-Glasur, den Puderzucker und den Amaretto vermischen bis ein dickflüssiger Guss entsteht. Diesen über die Zimtschnecke verteilen.

Genießt den wundervollen Herbstsonntag!
Mareike ♥

04.09.16

Rustikaler Kartoffelsalat aus spätsommerlichen Zutaten





Kartoffeln, Pfifferlinge, Tomaten, Büffelmozzarella, regionaler Schwarzwälder Schinken und ein wenig Kresse sind die Zutaten für meinen spätsommerlichen Salat.

Ich liebe diese Zeit, in der man sich vor lauter Fülle an Obst und Gemüse nicht entscheiden kann, was man in den Einkaufskorb legen soll, in der jeden Tag eine andere Köstlichkeit auf den Tisch kommt, die nicht übermäßig kompliziert aber dennoch etwas Besonderes ist. Die Zeit, in der sich die Äste der Bäume von dem Gewicht der Früchte bis auf den Boden biegen, die Erntekörbe voll gefüllt sind mit Äpfel, Birnen, Zwetschgen und in der sich natürlich bei schönem Wetter die Landschaft bei Abenddämmerung so schön gelb rot einfärbt, hach…. ich könnte noch endlos so weitermachen.

Jede Jahreszeit hat eine ganz besondere Stimmung und meines Erachtens hat der Spätsommer etwas warmes, etwas anmutiges, die Vorbereitung auf  den goldenen Herbst.
Im Moment bin ich noch nicht wehmütig, wenn ich daran denke, dass die Tage wieder deutlich kürzer werden, solange das Wetter noch so schön sommerlich warm ist und der Spätsommer sich von seiner schönsten Seite zeigt.





Auf der anderen Seite warten im Herbst und Winter tolle Highlights auf mich. Meine Tage sind daher auch schon vollgepackt mit allerhand Projekten, die in den kommenden Monaten umgesetzt werden. Es wird wieder ein kleines Weihnachtsevent geben, auf das ich mich riesig freue und für das ich auch schon kräftig am Vorbereiten bin. Im Oktober findet die Hochzeit eines ganz besonderen Menschen statt. Dafür bin ich schon seit Wochen auf der Suche nach dem passenden Outfit, einem besonderen persönlichen Geschenk und was man eben sonst noch so alles vorbereiten und organisieren muss als Freundin einer Braut :-) (detaillierter darf ich hier aber nicht werden…)

Jetzt aber wieder zurück zum Rezept. Für meinen Salat habe ich auf sehr kleine neue Kartoffeln zurückgegriffen, diese haben ein tolles Aroma, lassen sich super schnell verarbeiten und das tolle daran, man muss sie nicht schälen, denn die Schale ist bei kleinen Kartoffeln so fein, dass diese einfach dran bleiben kann.





Der Salat ist für 2 Personen ausgelegt und kann auch als vegetarisch Variante ohne Schinken serviert werden.

Die Zutaten:

500 g kleine festkochende Kartoffeln
1 Büffelmozzarella
5 Scheiben Schwarzwälder Schinken
2 rote Frühlingszwiebeln
150 g frische Pfifferlinge
1 Hand voll Cocktailtomaten
1/2 Schälchen frische Kresse
5 EL Olivenöl
3 EL Weißweinessig
Salz und Pfeffer

Die Zubereitung:

1. Die Kartoffeln waschen und in einem Topf mit Salzwasser gar kochen. Je nach Größe dauert das ca. 10-15 Minuten. Die Kartoffeln abgießen, auskühlen lassen und halbieren oder vierteln.

2. Die Pfifferlinge vorsichtig vom Schmutz entfernen, entweder mit einer Gemüsebürste oder einem neuen Schwämmchen. Das Ende abschneiden, die die etwas größeren Pilze der länge nach halbieren. 1 EL Olivenöl in eine heiße Pfanne geben und die Pfifferlinge schwarz anbraten. Mit Salz und Pfeffer würzen. Die Pfanne beiseite stellen.

3. Die Cocktailtomaten und die roten Frühlingszwiebeln waschen. Die Cocktailtomaten halbieren. Die Frühlingszwiebeln vom Strunk entfernen, eventuell die 1. Zwiebelhaut entfernen und in feine Ringe schneiden.

4. In Kartoffel in eine große Schüssel geben. Die Tomaten und Frühlingszwiebeln dazu geben. Den Büffelmozzarella in kleine Stücke rupfen und zwischen die Kartoffeln und Tomaten legen. Das gleiche mit dem Schinken. Die Scheiben einmal der länge nach zerreisen und  hier und da dazwischen legen. Die Pfifferlinge ebenfalls dazugeben.

5. Die Kresse mit einer Schere abschneiden. Olivenöl und Weißweinessig mit Salz und Pfeffer verrühren. Die Vinaigrette über den Kartoffelsalat geben und die Kresse darüber streuen. Guten Appetit!

Genießt den Sonntag in vollen Zügen.
Mareike ♥



22.08.16

Holland, unser Kurzurlaub auf der Halbinsel Walcheren in der Provinz Zeeland {zwischen Dünen, kleinen verwunschenen Dörfchen und ein paar Schafherden}











Drei Wochen sind es schon her, als wir uns auf den Weg nach Holland gemacht haben, genauer gesagt nach Zeeland auf die Insel Walcheren, um einen Kurzurlaub zu verbringen.

Es soll ein Urlaub werden, der uns vom Alltag weglockt, der uns Entspannung und Erholung bringt, der uns durch und durch begeistert. Und genauso war es auch, trotz des recht kurzen Urlaubs und dem eher durchwachsenen Wetter mit viel Regen waren wir uns auf der Heimfahrt sofort einig, wir werden wiederkommen.

Unsere Unterkunft war ein absoluter Traum. Den Tipp zu diesem umgebauten historischen Bauernhof habe ich von meiner lieben Freundin Christina erhalten, die bereits vor 2 Jahren dort genächtigt hat und sehr begeistert war.

In der ursprünglichen Bauernscheune, die im Jahre 1858 erbaut wurde, sind 12 Hotelzimmer untergebracht. Beim Umbau der Scheune wurde sehr darauf geachtet, den ursprünglichen Charakter des Hofes beizubehalten und die authentischen Elemente zu bewahren. Der Hof wird sehr liebevoll geführt. Der Empfang ist sehr herzlich und man fühlt sich sofort willkommen. Dieses Gefühlt verstärkte sich noch, als wir auf unser Zimmer kamen. Vor jedem Zimmer stehen alte Clogs, die zeigen, ob die Gäste "zuhause" sind oder nicht und eine Schiefertafel mit dem Namen der Gäste heißt diese Herzlich Willkommen. Selten wurde ich so liebevoll empfangen.

Das Zimmer in dem wir untergebracht waren, die Zoldersuite, war in einen Schlafbereich und einen Essbereich unterteilt. Ich habe mich direkt in den alten, wunderschönen Bauernschrank verliebt. Ein echtes Traumstück, das in diesem Zimmer perfekt zur Geltung kam.





Der Hof Christina *klick* ist ein Bed&Breakfast Hotel, das liebevoll geführt wird. Das Frühstück wird von der Hotelierin selbst gemacht. Sie begrüßt jeden mit einer unglaublich fröhlichen Art und Weiße. Es gibt eine tolle Auswahl an Brot und Brötchen, Wurst- und Käse, Joghurt, frischen Früchten, Müsli und Nüssen, sowie Marmeladen. Jeder hat die Möglichkeit sein gekochtes Ei nach seinen Wünschen in einem großen Topf zu kochen. Ein rundum gelungener Start in den Tag.
Das Hotel liegt nur 2km vom Strand entfernt und 500m zum Ort Vrouwenpolder. Fahrräder kann man direkt am Hotel für 8 € mieten.

Die Insel Walcheren hat einiges zu bieten. Tolle kleine Örtchen mit gepflasterten Wegen, Backsteinhäuser mit weißen Sprossenfenstern, liebevoll gestaltete Vorgärten, verwunschene Gässchen und tolle Cafés. Aber auch ein größeres Städtchen namens Middelburg mit einer großen Einkaufspassage - eine Mischung aus bekannten Marken wie Esprit und kleinen Boutiquen und Schulläden, sowie Dekostores, die Porzellan, Vasen, Lampen und Kerzen verkaufen, darunter auch Dille&Kamille - gemütlichen Grachtenfahrten und zahlreichen historischen Gebäuden locken die Urlauber zum Shoppen und genießen.

Wie zu Beginn schon angedeutet hatten wir mit dem Wetter nicht allzu viel Glück. Nach unserer Ankunft am späten Nachmittag hat es begonnen zu regnen und hat bis zum vorletzten Urlaubstag auch nicht wieder aufgehört. Meine Oma meinte nach unserer Rückkehr, wenn Engel reißen lacht die Sonne und wenn es Freudentränen sind....

Also mussten wir die Tage gut durchplanen. Ich hatte mich vor unserem Urlaub natürlich mit meiner Freundin ausgetauscht und die Tipps und Sehenswürdigkeiten dick und fett markiert.

An unserem 1. Tag machten wir also einen Abstecher nach Middelburg. So gerne hätte ich euch Bilder dieser zauberhaften Stadt gezeigt, die umsäumt ist von Grachten und gepflastert von zahlreichen historischen Gebäuden, aber der fiese Dauerregen an diesem Tag, der uns sogar gezwungen hat einen weiteren Regenschirm zu kaufen, hat es einfach nicht zugelassen. Den Tag haben wir mit Shoppen verbracht. Uns locken die Geschäfte mit Rabatten von 30-70% zu einem wahren Kaufrausch. Ein Store nach dem andern wurde angesteuert und das Verlassen nach den kurzen Regenpausen ausgerichtet, wir nannten es Storehopping. Die Ausbeute konnte sich sehen lassen.

Aufgrund der Nähe zu Belgien haben wir uns vorgenommen einen Abstecher nach Brügge zu machen. Da der 2. Tag ebenfalls mit Regenwetter startet und wir den Wetterbericht fast schon stündlich betrachteten, stand für uns schnell fest, dass wir an diesem Tag also nach Brügge fahren werden. Die Bilderflut die ich dort gemacht habe, und die Tipps für euch würden diesen Beitrag sprengen. Somit habe ich mich entschieden den Urlaubsbericht für Brügge in einen separaten Post zu packen.









Das heißt wir sind schon am 3. Tag angekommen. Und an diesem Tag wurde die Insel erkundet und zwar mit den Fahrrädern. Wir radelten mit unseren Bikes ca. 30km über die Insel und machen an jedem Örtchen halt, der uns gefiel. Angefangen von Veere über Oostkapelle nach Domburg und wieder zurück nach Vrouwenpolder. Wir waren fast 6 Stunden unterwegs, haben Windmühlen fotografiert, Schafe gefüttert, leckeren Café am Hafen getrunken, einen Markt besucht, frische Waffeln gekauft, schöne Urlaubsmitbringsel geshoppt, bei der Zubereitung von frischen Karamellbonbon zugeschaut und uns den Meereswind durch die Haare wehen lassen.
Die Fahrradtour über die Insel hat uns einiges abverlangt. Wir sind nicht gerade unsportlich, aber auch nicht allzu routinierte Fahrradfahrer. Der Gegenwind der uns bis über die Hälfte des Weges begleitet war unvorstellbar. Wir hatten Fahrräder mit genau 3 Dängen, wobei diese nicht einmal voll ausgeschöpft wurden, denn der Wind zwang uns mit unterm im 1. Gang zu radeln. Jetzt wundert es mich auch nicht, warum in Holland alle Einheimischen mit E-Bikes unterwegs sind. Mehr als einmal wurden wir von rüstigen Rentnern überholt, die mühelos mit stetigen 20 km/h und winkeln an uns abstrampelnden Touris vorbei radelten.






Trotz dieser Verausgabung war es eine tolle Radtour bei Sonnenschein und ich kann Euch nur empfehlen, bei einem Urlaub in Holland, erkundet die Region mit dem Fahrrad. Holland ist prädestiniert dafür, Fahrradwege verbinden alle Örtchen miteinander, man kann ohne nervigen Straßenverkehr losradeln und die Beschilderung ist einmalig. Ohne Karten oder andere Navigation kommt man Umweglos am gewünschten Ziel an.
Der Ort Veere hat uns ganz besonders gut gefallen. Das Fischerörtchen war einmal ein Handelszentrum für Tuch- und Wollhandel mit England und Schottland. Daher kommt auch der heutige Wohlstand. Das Dorf ist geprägt von historischen Kaufmannshäusern, einem hübschen kleiner Hafen und viele Caféterrassen und Restaurants. Wenn man beim Schlendern durch die Gassen hinter die Mauern in die Innenhöfe blickt, finden sich überraschende Einblicke, die einem zurück in die Vergangenheit führen. Das älteste Haus, welches ich entdeckt habe, wurde 1475 erbaut.




Da es am nächsten Tag schon wieder nach Hause ging und wir bis dahin den Strand immer noch nicht unter den Füßen gespürt haben, machten wir uns am Abend nochmals auf zum Meer, um dort den Sonnenuntergang zu genießen. Das Meer zog sich gerade zur Ebbe zurück und legte Sandbänke frei, die direkt von den Möwen in Beschlag genommen wurden. Bis auf ein paar einzelne Besucher, war der Strand am Abend fast menschenleer, lag vielleicht auch daran, dass wir nur 20 Grad hatten und der Wind uns immer noch um die Ohren pfiff. Gerne hätten wir einen Strandspaziergang gemacht, doch das Wetter machte uns einen kleinen Strich durch die Rechnung. Immerhin ein Grund nochmals wieder zu kommen.
Den Abend des 3. Tages haben wir dann in einem Burgerrestaurant direkt im Ort ausklingen lassen. Wir genossen leckere selbstgemachte Burger, hübsch präsentiert auf einem Holzbrett, in einem schönen, rustikalen, Beachhouseambiente.







Liebes Holland, es war schön bei Dir. Du hast uns bezaubert durch deine Unbekümmertheit, deine schlichte und schnörkellose Art zu leben, deine bezaubernden Häuschen aus Backstein, in die ich am liebsten gleich eingezogen wäre und deine unberührte Natur. Wir kommen wieder...

Mareike ♥